tgrassmee

Christel

Hab oft einen dumpfen düstern Sinn,
Ein gar so schweres Blut!
Wenn ich bei meiner Christel bin,
Ist alles wieder gut.
Ich seh sie dort, ich seh sie hier
Und weiß nicht auf der Welt,
Und wie und wo und wann sie mir,
Warum sie mir gefällt.

Das schwarze Schelmenaug dadrein,
Die schwarze Braue drauf,
Seh ich ein einzigmal hinein,
Die Seele geht mir auf.
Ist eine, die so lieben Mund,
Liebrunde Wänglein hat?
Ach, und es ist noch etwas rund,
Da sieht kein Aug sich satt!

Und wenn ich sie denn fassen darf
Im luftgen deutschen Tanz,
Das geht herum, das geht so scharf,
Da fühl ich mich so ganz!
Und wenns ihr taumlig wird und warm,
Da wieg ich sie sogleich
An meiner Brust, in meinem Arm;
’s ist mir ein Königreich!

Und wenn sie liebend nach mir blickt,
Und alles rund vergißt,
Und dann an meine Brust gedrückt
Und weidlich eins geküßt,
Das läuft mir durch das Rückenmark
Bis in die große Zeh!
Ich bin so schwach, ich bin so stark,
Mir ist so wohl, so weh!

Da möcht ich mehr und immer mehr,
Der Tag wird mir nicht lang;
Wenn ich die Nacht auch bei ihr wär,
Davor wär mir nicht bang.
Ich denk, ich halte sie einmal
Und büße meine Lust;
Und endigt sich nicht meine Qual,
Sterb ich an ihrer Brust.

dieses Gedicht stammt von Johann Wolfgang von Goethe

Clochard

Die arme Frau die niemand liebt.
Der Streber, alles für die Arbeit gibt.
Das Paar, das so viel streitet hier.
Die kranke Frau mit ihrem Tier.

Das Kind was eben stürzte, weint.
Der Sportler nicht gesund, wie’ s scheint.
Der Hund hier drüben heftig hinkt.
Die feine Dame übel stinkt.

Der Taschendieb wird abgeführt.
Der Polizist noch blutverschmiert.
Der Politiker wird ignoriert.
Der Musikant schlecht musiziert.

Und als er sich dann räuspert laut,
haben alle zu Ihm hingeschaut.
Fragend sehen Sie ihn nun an,
wie man nur so leben kann.

Erntedank

Der junge Apfelbaum im Garten,
trägt prahlerisch die reife Frucht.
Macht’s mir schwer weiter zu warten,
ruft mich, dass ich ein versuch.

Leuchtend rot wie ein Rubin,
hängt er da auf Augenhöhe,
Greife ich genau nach ihm,
ist der Schönste den ich sehe.

In meiner Hand wird er inspiziert,
liegt da wie‘n kleines Babyköpfchen.
Das Gesicht mit roten Haaren verziert,
sein Haupt das krönen Wassertröpfchen.

Des Sommers ganzes Sonnenlicht,
trägt er stolz im roten Kopf.
Einen echten Hochgenuss verspricht,
dass Wasser mir im Munde tropft.

Drum lasse ich mich hier gleich nieder,
nehme mit Wonne `nen großen Biss.
Der Schreck der fährt mir durch die Glieder,
der ganze Mund voll Maden ist.

Geliebter

Die Sonne sich allmählich senkt
ein kalter Tag bezwungen.
Sie schon an ihren Geliebten denkt,
der allabendlich verschlungen.

Zu Hause dann bei Kerzenschein
die Liebe steigt unermesslich.
Kippt sie sich reichlich Wein hinein ,
die Nacht wird unvergesslich.

Und später vor dem schlafen gehen,
fühlt sie sich warm, geherzt und wohl.
Umarmt von Ihrer großen Liebe,
von ihrem geliebtem Alkohol.

Am nächsten Tag sich’s bitter rächt,
die schönen Stunden sind verflogen.
Geht es ihr heut richtig schlecht,
der Holde hatte sie betrogen.

Eierkuchentag

Die Kinder sind im Kindergarten
spielen, lachen, wilde Meute.
Doch dieser Tag hier ist besonders,
denn es gibt Eierkuchen heute.

Am Mittag kommt der Küchenwagen
klappernd laut, bringt’s Essen rauf.
Der Duft der Speise zieht durchs Zimmer,
die Wänster warten schon darauf.

Der kleine Micha kann nicht harren,
mit vollen Händen greift er rein.
Nimmt alle Plinsen aus dem Karren
und verleibt sich alle ein.

Die anderen Kinder traurig schauen,
doch Micha lacht sie jolend aus.
Den Bauch hat er sich vollgehauen,
der Mund fettig vom Gaumenschmaus.

Als die Racker spielen später
hat sich Micha dann verkrochen.
Die ersten Kinder riechen’s schon,
der Michael, der hat gebrochen.

Schmiere

Die Lebensuhr sie tickt und tickt
und der Körper auch schon zwickt.
Kann darüber nicht mehr lachen,
doch kann ich hier ja auch was machen.

Was tut man denn beim alten Schrank,
der quietscht und auch schon etwas krankt?
Ein Tropfen Öl auf das Gelenk,
das alte Ding mir Ruhe schenkt.

Menschen aber haben hier,
weder Holz noch ein Scharnier.
Daher nimmt man bestens täglich
2 Löffel Leinöl regelmäßig.

Und siehe da nach einiger Zeit,
beweglich und von Pein befreit.
Der Schmerz verbessert sich enorm,
fühlt man sich wieder top in Form.

Donnerwetter

Am Horizont man sieht es schon,
der Äther sich verdunkelt.
Den Donner nimmt man deutlich wahr,
von Apokalypse man schon munkelt.

Der Regen prasselt, Donner kracht,
die Welt die geht gleich unter.
Die Bäume wackeln von der Kraft,
ein Glück wir stehn nicht drunter.

Nun ist es über uns direkt
Blitze, Hagel, Donnerschlag.
Wir haben uns im Haus versteckt.
Erleben wir den jüngsten Tag?

Gleich später es von dannen geht,
es riecht so frisch und angenehm.
Man fühlt sich dann wie neu belebt.
Als wäre nichts davon geschehen.

Mönk – Dulzinea

Der Mönk hatte als er jünger war,
die Frauen um sich in großer Schar.
Sparte nicht mit Komplimenten
hatte sie alle in seinen Händen.

Zur Wahrheit gehört hier aber auch,
er war kein netter Erdensohn.
Band sie sich erst auf den Bauch
und jagt sie dann geschwind davon.

Wollte er sie nur benutzen,
die Liebe war ihm ganz egal.
Lacht er laut und hämisch auf,
als sie weinend in der Qual.

Doch wie das Leben nun mal spielt,
nichts ist von großer Dauer.
Das Alter zeichnet sein Gesicht
und die Haare wurden grauer.

Die Frauen sich von ihm abgewandt,
was macht nun unser Held.
Holt sich eine junge Hure
aus der dritten Welt.

Fliegt dazu in vielen Stunden
in die Karibik, auf ne Insel.
Hat auch eine dann gefunden
nach langem Flehen und Gewinsel.

Und in Sosua dann beim Tanz
streichelt sie ihm sanft sein Bein
und verführt ihn voll und ganz
und der Mönk der fällt drauf rein.

Und die junge Hure weiß,
wie sie Mönk verführt galant.
Und der Mönk mit seinem Ego
denkt er hat sie in der Hand.

Und so drängt sie ihn sehr schnell
zu einer Hochzeit offiziell.
Die fand im kleinen Rahmen statt,
weil Sie was zu verbergen hat.

Als er sie dann nach Hause holt,
fühlt Mönk sich erst mal verkohlt.
Als sie mit zwei Kindern an der Hand,
bei Ihm vor seiner Türe stand.

Der Mönk es aber akzeptiert,
ist der Hure ganz verfallen.
Führt das Leben jetzt zu viert
und der Mönk der hat zu zahlen.

Die Hure hat kein Dekolleté
Mönk bezahlt die BrustOP.
Auch möchte Sie ein großes Heim
der Mönk bezahlt, so soll es sein.
Auch Kleider, Taschen, schöne Reisen
will das Weib von ihrem Mann.
Und der Mönk muss alles zahlen,
obwohl er sich’s nicht leisten kann.

Eines Tages dann im Mai,
sagt er Ihr es auch.
Die schöne Zeit ist jetzt vorbei,
das Geld das ist jetzt aufgebraucht.

Die Hure völlig aufgebracht
sticht Sie ihm in Ihrer Wut,
mit einem großen Küchenmesser
in das Herz, bis spritzt das Blut.

Wollt Ihn nur des Geldes wegen,
die Liebe war ihr ganz egal.
Lacht sie laut und hämisch auf,
als er weinend in der Qual.

Ortmann

Nicht besonders schnell fuhr ich mit meinem Auto zur Arbeit. Felder und Alleebäume standen in voller Pracht und waren Ende August besonders schön anzusehen. Dreißig Minuten dauert mein Weg zur Arbeit und heute ist, neben der ausgesprochen schönen anzuschauenden Flora, ein ganz besonderer Tag.

Kollege Ortmann kommt heute aus dem Urlaub zurück!

Drei Wochen war er nicht mehr an seinem Arbeitsplatz. Schon beim Befahren des schlecht ausgebauten und holprigen Parkplatzes unserer Behörde schaute ich neugierig, ob das Auto von Ortmann bereits an seinem angestammten Platz steht.

Die Parkplätze in unserer Behörde sind in Mitarbeiterparkplätze im hinteren Bereich und Parkplätze direkt am Haupteingang für Behördenfahrzeuge eingeteilt sind. Das hat für die Mitarbeiter natürlich den Nachteil, dass sie jeweils zu Dienstbeginn und Dienstende, entweder von Ihrem PKW zum Haupteingang oder umgekehrt über 100 Meter zu Laufen haben. Nur die Behördenparkplätze sind so angelegt, dass es nur 50 Meter bis zum Eingang sind.

Ortmann hat sich aufgrund seiner langjährigen Behördenzugehörigkeit, für seinen privaten PKW, einen von diesen Behördenparkplätze sichern können.
Eigens dafür wurde vor Jahren ein Behördenfahrzeug, durch Ortmann persönlich, in die Garage am Ende der Liegenschaft gefahren und dieses kann bei Bedarf von dort geholt werden.
Ortmanns Parkplatz war heute noch nicht belegt, was in mir den Schluss zuließ, dass Ortmann noch nicht da war. Nun war es aber auch erst 09:30 Uhr morgens und da ist es gut möglich, dass er jeden Augenblick zur Arbeit kommt. Ortmann beginnt seinen Arbeitstag meist schon am frühen Vormittag, was von den meisten Kollegen hochachtungsvoll zur Kenntnis genommen wird.
So stieg ich nun etwas behäbigen Schrittes in mein Büro in der dritten Etage, was zum Zeitpunkt meines Betretens so stark aufgeheizt war, dass ich alle Fenster aufreißen musste.
Der Vorteil dieses Büros ist aber das ich den Parkplatz, einschließlich den von Ortmann, gut einsehen kann.

Nach einem kurzen Frühstück blickte ich erneut auf und sah auf dem Ortmannschen Behördenparkplatz seinen goldfarbenen Familienvan. Ein Surfbrett befand sich noch auf der Dachreling und lässt unzweifelhaft erkennen, dass Ortmann im Urlaub war.
Ortmann selbst befand sich vor diesem PKW und unterhielt sich angeregt mit einem Arbeitskollegen. Eine Hand hatte Ortmann dabei an das Surfbrett gelegt und die andere in der Hosentasche. Die Sonnenbrille hatte er wie eh und je aufgesetzt, wenn er zur Arbeit kam. Sagt immer, sein Innenspiegel zeige ihm ständig einen blendenden Typen und die Brille wäre daher unabdingbar. Der Ortmann, könnte mich kaputt lachen über seinen Humor.

Zu Ortmann muss mann wissen, er ist im besten Mannesalter. 43 Lenze jung, wie er es gerne zu sagen pflegt und knapp 1,75 Meter groß. Etwas schütteres Haar hat er, was er perfekt verdeckt indem er seine Sonnenbrille nach oben auf die Mitte des Kopfes schiebt, ähnlich wie es die Frauen mit ihren Haarreifen machen. Ortmann treibt sehr viel Sport, bis zu dreimal die Woche für eine Stunde und das sieht man ihm an. Er ist sehr schlank, fast hager.
Gerne ist er in Jeans, Turnschuhen und Pullover auf Arbeit, außer auf Konferenzen, da trägt er gern aufwändig gebügelte Clockhouse Hemden.

Seit einer halben Stunde nun ist er schon mit dem Kollegen in die Unterhaltung vertieft. Das Surfbrett von Ortmanns Auto wurde bereits von der Dachreling geholt und wird von beiden inspiziert. Eine Kollegin geht grüßend vorbei, wird aber durch Ortmann zurückgewunken. Nun schauen Sie zu dritt auf das Surfbrett und Ortmann erklärt augenscheinlich irgendwas, stellt sich lachend auf das Brett und fordert die Kollegin auf es ihm gleichzutun. Die lehnt ab.

Leider sehe ich das alles nur von meinem Fenster aus und würde zu gern nach unten gehen, um an der Unterhaltung teilhaben zu können. Mein Telefon klingelt. Ich gehe ran, obwohl ich mich immer noch mit dem Gedanken trage nach unten zu gehen.
Das Telefongespräch zieht sich etwas länger hin und als ich das nächste Mal auf den Parkplatz schaue, ist niemand mehr am Auto und das Surfbrett wieder fest vertaut.

Ich mache mich auf dem Weg zum Chef, wegen des Telefonats. Mein Vorgesetzter hat heute noch einen Bericht zu fertigen, worüber ich Ihn in Kenntnis setzen muss. Eine Etage nach unten direkt neben dem Waschraum steht seine Bürotür leicht offen und ich klopfe. Eine „Herein“ höre ich nicht, allerdings die Stimme von Ortmann, wie er den Chef unterhält. Ich trete trotzdem ein und entschuldige meine Störung. Ortmann und Chef blicken mich an und Ortmann sagt mir freudig, dass er gleich in mein Büro kommt, um ein bisschen „knautschen“.
Bedeutet soviel wie sich unterhalten und ich freue mich sehr darauf. Der Chef sagt mit fester Stimme ich soll kurz draußen warten, er spricht erst mit Ortmann.

Ich verlasse darauf sein Büro, um mich vor die Tür zu begeben. Soll ich die Tür zu machen, frage ich. Nein, kann offen bleiben, grantelt der Chef kurz zurück.
Vor der Tür kann ich jedes Wort verstehen, beide haben ein lautes kräftiges Organ, wobei größtenteils Ortmann über seine  Erlebnisse der letzten Wochen spricht.

Bestes Wetter im Urlaub, er war ja 14 Tage an der Ostsee. Alles war perfekt einschließlich das Essen. Ortmann war mit seiner Familie und Campinganhänger an der Ostsee. Haben sich jeden morgen 15 Brötchen gekauft und die über den Tag verteilt gegessen. Das war so romantisch, sagt Ortmann. Surfen ist jetzt sein Hobby und das seiner Frau. Auch hat er einen Surfschein gemacht.
Den braucht man, wenn man sich Surfutensilien ausleihen will. Er war in einer Bucht und ist jeden Tag von der einen bis zu anderen Seite gesurft und das bei unterschiedlichen Windstärken.
Das dies ein super Urlaub gewesen sein muss, wurde durch mehrmaliges Wiederholen des Gesagten verdeutlicht.

Obwohl ich nur stiller Zuhörer bin, faszinieren mich die Erzählungen immens. Ortmann hat mir ja noch versprochen zu mir zu kommen.
Ortmann sagt dem Chef nun, dass er mitkommen soll und sich unbedingt sein Surfbrett anschauen muss. Er hat sich an der Ostsee gleich ein Profibrett gekauft, weil er wesentlich besser gesurft ist als die anderen Anfänger, die ständig seine Fahrrinne kreuzten.
Der Chef ging mit ihm nach unten und er verwies mich darauf den geforderten Bericht zu schreiben und vor dem Mittag abzugeben. Dann waren beide im Fahrstuhl verschwunden. Ich gehe wieder nach oben und sehe nachdem ich mich gesetzt habe, von meinem Fenster aus, Ortmann und den Chef.

Das Surfbrett wurde von Ortmanns Dachreling gehievt und wird von beiden inspiziert.
Ein Mitarbeiter vom Facility Management geht grüßend vorbei, wird aber durch Ortmann zurück gewunken. Nun schauen Sie zu dritt auf das Surfbrett und Ortmann erklärt augenscheinlich irgendwas, stellt sich lachend auf das Brett und fordert den Hausmeister auf es ihm gleichzutun. Der lehnt ab.

Ich schreibe bis zum Mittag den geforderten Bericht und auf dem Weg zur Kantine gebe ich diesen wie befohlen ab. Die Schlange vor der Essenausgabe ist lang, obwohl das Essen mäßig ist.
Nach 10 Minuten anstehen und noch 2 vor mir Wartenden, spricht mich Ortmann von der Seite an, dass er später noch in mein Büro kommt. Wie selbstverständlich äußert er seine Essensbestellung. Er will Nudeln mit Tomatensoße und Jägerschnitzel. Wie man ein Jägerschnitzel so verbrennen lassen und Nudeln so pappig kochen kann, ist mir ein Rätsel. Die Alternative ist aber keine und nennt sich „Küchenallerlei mit Stampfkartoffeln“.
Also bitte ich auch um eine Portion Nudeln mit Tomatensoße, worauf der Herr der Essenausgabe mir folgendes freundlich mitteilt: „Alle!“.

Auf dem Weg zur Salatbar sehe ich wie Ortmann sich an einen Tisch mit zwei Damen setzt, welche sich angeregt unterhalten. Das Tablett mit seinen Nudeln in beiden Händen und die Sonnenbrille auf dem Kopf setzt er sich zu Ihnen.
Ich kredenze mir einen Salat und setze mich an den Nebentisch, da nur noch dieser eine Platz frei ist.
Obwohl ich allein sitze wird mir nicht langweilig, da ich Ortmanns Ausführungen am Nebentisch folgen kann, welchen neben mir auch die Damen interessiert folgen.

Bestes Wetter im Urlaub, er war ja 14 Tage an der Ostsee. Alles war perfekt einschließlich das Essen. Ortmann war mit seiner Familie und Campinganhänger an der Ostsee. Haben sich jeden morgen 15 Brötchen gekauft und die über den Tag verteilt gegessen. Das war so romantisch, sagt Ortmann. Surfen ist jetzt sein Hobby und das seiner Frau. Auch hat er einen Surfschein gemacht.
Den braucht man, wenn man sich Surfutensilien ausleihen will. Er war in einer Bucht und ist jeden Tag von der einen bis zu anderen Seite gesurft und das bei unterschiedlichen Windstärken.
Das dies ein super Urlaub gewesen sein muss wurde durch mehrmaliges wiederholen des Gesagten verdeutlicht.

Warum eine der beiden Damen ständig gähnt, erschließt sich mir nicht und als die andere ihn fragt, ob er ein Surfbrett geliehen hat oder gekauft hat, bietet er beiden an mitzukommen und sich sein Surfbrett anzuschauen. Er hat sich an der Ostsee gleich ein Profibrett gekauft, weil er wesentlich besser gesurft ist als die anderen Anfänger, die ständig seine Fahrrinne kreuzten.
Beide Damen sind hellauf begeistert und folgen ihm zu seinem Fahrzeug auf dem Parkplatz.

Als ich mich satt und zufrieden in mein Büro befinde, sehe ich auf dem Parkplatz Ortmann nebst den beiden Damen, aus der Kantine.
Das Surfbrett wurde von Ortmanns Dachreling gehievt und wird von allen inspiziert.
Niemand geht zufällig an Ortmann vorbei, den er zurück winken kann. Sie schauen nur zu dritt auf das Surfbrett und Ortmann erklärt augenscheinlich irgendwas, stellt sich lachend auf das Brett und fordert die Damen auf es ihm gleichzutun. Die lehnen ab.

Ich senke den Kopf tippe einen weiteren Bericht, welchen ich auch fertigstelle, als es plötzlich klopft. Ich sage nicht herein, aber die Tür öffnet sich trotzdem. Ortmann tritt ein und erzählt mir freudig, dass er heute den ersten Tag wieder auf Arbeit ist und im Urlaub war. Er setzt sich und ich bekomme Kopfschmerzen, obwohl ich mich doch so auf ihn gefreut habe.

Mönk – Geschwätz

Der Mönk in seiner Jugendzeit
war gebildet und wohl erzogen
und hat mit süßen Erzählungen,
die Leute in den Bann gezogen.

Konnte erzählen die schönsten Sachen,
die meisten waren interessiert.
Brachte die Zuhörer auch zum Lachen
ganz locker, flockig, ungeniert.

Doch in der ganzen Erzählerei
vergaß er das Bilden und Lesen.
Erzählt und erzählt wie eh und je
von dem was gestern gewesen.

Mangels Bildung werden nun
die Geschichten flach und dumm.
Und die Freunde wenden sich ab,
die Mönk einstmals verzaubert hat.

Mönks Geschwätz wird heut gewürzt
mit Selbstverliebtheit ungekürzt.
Selbstreflexion nicht seine Tugend,
Ständig schwatzt er von seiner Jugend.

Und wenn ihm nicht jemand das Pflaster klebt,
auf den niemals sich schließenden Munde.
So wird er bald alleine stehen,
mit sich und seiner Kunde.

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